Lehrpersonen an Berufsschulen - Ausbildung - Anerkennung

Allgemeine Informationen

Im Verfahren zur Anerkennung der Berufsqualifikationen wird festgestellt, ob die in der EU/im EWR-Raum/in der Schweiz erworbenen Ausbildungsnachweise der antragstellenden Person den in Österreich festgelegten Voraussetzungen zum Unterricht an Berufsschulen im Wesentlichen entsprechen.

Erforderliche Unterlagen

  • Geburtsurkunde und Staatsbürgerschaftsnachweis oder Reisepass
  • Bei Namensänderung: Heiratsurkunde oder sonstige Dokumente, die die Namensänderung nachweisen
  • Zusätzlich bei Drittstaatsangehörigen: Aufenthaltsberechtigung und Nachweis über den unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt (letzteres gilt auch für kroatische Staatsangehörige)
  • Bescheinigung darüber, dass die Ausübung des Berufs nicht vorübergehend oder endgültig untersagt wurde und dass keine Vorstrafen vorliegen
  • Die in der EU/im EWR-Raum/in der Schweiz erworbenen Abschlusszeugnisse und die allfällig erforderliche zusätzliche Berufspraxis
  • Unterlagen mit zusätzlichen Angaben zu Dauer und Inhalt der Ausbildung sowie zum Verhältnis zwischen theoretischem und praktischem Teil
  • In der EU/im EWR-Raum/in der Schweiz anerkannte Drittstaatsdiplome zusammen mit einer Bescheinigung der zuständigen Behörde über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in diesem Mitgliedstaat
  • Nachweise über Berufserfahrung, aus denen die berufliche Tätigkeit der antragstellenden Person eindeutig hervorgeht

Fristen

Es sind keine besonderen Fristen zu beachten.

Kosten

Siehe Verfahrensablauf.

Verfahrensablauf

Burgenland: Der Antrag wird beim EAP oder beim Landesschulrat für Burgenland (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Der Landesschulrat für Burgenland prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Kärnten: Der Antrag wird beim EAP oder beim Amt der Kärntner Landesregierung (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Das Amt der Kärntner Landesregierung prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Niederösterreich: Der Antrag wird beim EAP oder beim Landesschulrat für Niederösterreich (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Der Landesschulrat für Niederösterreich prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Oberösterreich: Der Antrag wird beim EAP oder beim Landesschulrat für Oberösterreich (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Der Landesschulrat für Oberösterreich prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Ein Anerkennungsverfahren ist gemäß § 14 Tarifpost 5 und 6 des Gebührengesetzes 1957 idgF gebührenpflichtig.

Somit fallen für die Antragstellerin/den Antragsteller folgende Gebühren an:

  • Für das Ansuchen um Erteilung einer Befugnis oder die Anerkennung einer Befähigung oder sonstigen gesetzlichen Voraussetzung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit: 47,30 Euro (siehe Tarifpost 6 (2))
  • Für Beilagen, von jedem Bogen: 3,90 Euro, jedoch nicht mehr als 21,80 Euro je Bogen (siehe Tarifpost 5 (1))
  • Nach erfolgreicher Anerkennung und bescheidmäßiger Feststellung der Gleichwertigkeit der Ausbildung wird gemäß der Bundesverwaltungsabgabenverordnung 1983 idgF für Bescheide, durch die auf Parteienansuchen eine Berechtigung verliehen oder eine Bewilligung erteilt wird, ein Tarif in der Höhe von 6,50 Euro eingehoben (siehe Bundesverwaltungsabgabenverordnung 1983 idgF Tarif, Allgemeiner Teil).

Salzburg: Der Antrag wird beim EAP oder beim Amt der Salzburger Landesregierung (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Das Amt der Salzburger Landesregierung prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Beim Anerkennungsverfahren fallen Gebühren der Sachverständigen/des Sachverständigen nach den Bestimmungen des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 iVm dem Gebührenanspruchsgesetz 1975 an, welche im Wege eines Kostenvorschusses von den Anerkennungswerberinnen/Anerkennungswerbern zu tragen sind. Ferner werden nach den Bestimmungen des Salzburger Landes- und Gemeindeverwaltungsabgabengesetzes 1969 iVm der Anlage Tarifpost 1 zur Salzburger Landes- und Gemeinde-Verwaltungsabgabenverordnung 2012 mit bescheidmäßiger Erledigung des Diplomanerkennungsverfahrens Verwaltungsabgaben in der Höhe von 27,90 Euro vorgeschrieben.

Steiermark: Der Antrag wird beim EAP oder beim Landesschulrat für Steiermark (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Der Landesschulrat für Steiermark prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Tirol: Der Antrag wird beim EAP oder beim Amt der Tiroler Landesregierung (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Das Amt der Tiroler Landesregierung prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Vorarlberg: Der Antrag wird beim EAP oder beim Amt der Vorarlberger Landesregierung (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Das Amt der Vorarlberger Landesregierung prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Wien: Der Antrag wird beim EAP oder beim Stadtschulrat für Wien (siehe unter Rubrik "Zuständige Stelle") eingebracht. Der Stadtschulrat für Wien prüft den Antrag und entscheidet mit Bescheid innerhalb von vier Monaten ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen.

Verfahrensablauf in allen Bundesländern:
Gegen den Bescheid kann innerhalb von vier Wochen ab Zustellung des Bescheids eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht erhoben werden.

Im Verfahren wird festgestellt, ob die fachlichen Erfordernisse für die Ausübung des jeweiligen Lehrerberufs erfüllt werden. Ferner wird geprüft, ob im Herkunftsland der unmittelbare Berufszugang gegeben ist. Bei wesentlichen Unterschieden zwischen der Ausbildung der antragstellenden Person und der in Österreich geforderten Ausbildung können Ausgleichsmaßnahmen in Form einer Eignungsprüfung oder eines Anpassungslehrganges auferlegt werden. Dabei werden die erworbene Berufspraxis oder die durch lebenslanges Lernen erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen berücksichtigt.

Bei Ausbildungsnachweisen, die in einem Drittland (Nicht EU-Land bzw. Nicht EWR-Vertragsstaat) ausgestellt wurden, ist in der Regel ein Antrag auf Nostrifizierung bei einer Pädagogischen Hochschule einzubringen.

Voraussetzungen

Abgeschlossene Lehramtsausbildung und allfällige erforderliche zusätzliche Berufspraxis

Zuständige Stelle

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