Schiunterricht – Erteilung des Berechtigungsscheines

Allgemeine Information

In Oberösterreich ist die erwerbsmäßige Erteilung von Schiunterricht nur mit behördlichem Berechtigungsschein gestattet.



Voraussetzungen

Dieser Berechtigungsschein ist aufgrund einer schriftlichen Anmeldung der Tätigkeit von der Behörde innerhalb von acht Wochen nach Einlangen aller erforderlichen Nachweise ( § 16 Oö. Sportgesetz) auszustellen, wenn die Anmelderin oder der Anmelder die allgemeinen Voraussetzungen gemäß § 14 Oö. Sportgesetz erfüllt und die für die angemeldete Tätigkeit erforderliche fachliche Befähigung gemäß § 15 Oö. Sportgesetz besitzt. Die Anmeldung hat die genaue Bezeichnung der beabsichtigten Tätigkeit und den für die Ausübung der Tätigkeit vorgesehenen Standort zu enthalten.

Gemäß § 14 Oö. Sportgesetz darf der Berechtigungsschein für die Erteilung von Schiunterricht nur einer natürlichen Person ausgestellt werden, die 

  • das 18. Lebensjahr vollendet hat, 
  • die erforderliche Verlässlichkeit besitzt 
  • zur jeweiligen Tätigkeit gesundheitlich geeignet ist und 
  • das Bestehen einer ausreichenden Haftpflichtversicherung nachweist.

Der Berechtigungsschein für die Erteilung von Schiunterricht wird für einen bestimmten Standort erteilt.

Personen, denen ein Berechtigungsschein ausgestellt wurde, sind verpflichtet, die allgemeinen Ausübungsregeln gemäß § 17 Oö. Sportgesetz einzuhalten.

Nur Personen, denen der Berechtigungsschein für die Erteilung von Schiunterricht ausgestellt wurde, dürfen die Bezeichnung "Schischule" führen.
Die Person, der der Berechtigungsschein ausgestellt wurde, ist verpflichtet, die Schischule persönlich zu leiten oder die Leitung einer geeigneten Stellvertreterin bzw. einem geeigneten Stellvertreter, die bzw. der in Besitz eines Berechtigungsscheines gemäß § 13 Oö. Sportgesetz ist, zu übertragen.

Erfolgt der Betrieb einer Schischule in einer Standortgemeinde nicht bloß vorübergehend, sondern auf unbestimmte Zeit (niedergelassene Schischule), so ist die Person, der der Berechtigungsschein ausgestellt wurde, verpflichtet, 

  • den Schiunterricht nach den vom Oö. Schilehrerverband anerkannten Grundsätzen der Schilehrmethode und –technik zu erteilen; 
  • während der Zeit der Betriebspflicht (§ 18 Abs. 3 Oö. Sportgesetz) ein deutlich gekennzeichnetes Schischulbüro und einen deutlich gekennzeichneten, zur gefahrlosen Einteilung der Schischüler in Leistungsgruppen geeigneten Sammelplatz in der Standortgemeinde zu betreiben.

Gemäß § 18 Abs. 3 des Oö. Sportgesetzes hat, sofern es die Schneelage zulässt, jede niedergelassene Schischule in der Zeit zwischen Weihnachten und der Woche nach Ostern ihre Leistungen öffentlich und für alle Wintersportgäste an ihrem Standort anzubieten.

Das Oö. Sportgesetz enthält einen Katalog von Endigungsgründen, die zum Erlöschen der Berechtigung führen. Die Berechtigung kann aber auch infolge eines Verzichtes erlöschen. Dieser Verzicht wird mit dem Einlangen der schriftlichen Verzichtserklärung bei der Landesregierung wirksam. Der Berechtigungsschein ist der Verzichtserklärung anzuschließen.

Zuständige Stelle

Detailinformation

KOSTEN:

Landesverwaltungsabgabe gemäß der Oö. Landesverwaltungs-abgabenverordnung 2011
für die Verleihung der Berechtigung: 52 Euro

Gebühren nach dem Gebührengesetz 1957:
für die Einbringung des Antrages: 47,30 Euro;
für die Beilagen, die dem Antrag anzuschließen sind: 3,90 Euro
pro Bogen*, jedoch nicht mehr als 21,80 Euro je Beilag;
für die Erteilung der Befugnis: 83,60 Euro.

* Unter Bogen ist Papier zu verstehen, dessen Seitenhöhe das Ausmaß von zweimal 210 mm X 297 mm nach einer oder nach beiden Richtungen nicht überschreitet. Für dieses Ausmaß überschreitende Papierblätter sind die Gebühren im zweifachen Betrag zu entrichten.

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